Ritter auf der grimburg
Winter 2007 meldete ich mich an als Mitglied der Werkgruppe „Ritter auf der Grimburg“. Die Gruppe war 2000 von Bernd Hermesdorf, dem Leiter für Jugendhilfe in unserer Region, gegründet worden. Jedes Jahr am Ende der Sommerferien findet eine 2-tägige Veranstaltung für Kinder statt.
Die wunderschöne Anlage der Burg Grimburg formt den Hintergrund für 10 verschiedene Workshops von mittelalterlichen Handwerken. Kinder von 8 bis 12 Jahren können mitmachen, um so einen Schritt in die Vergangenheit zu erleben. Sie lernen alte Handwerkstechniken kennen und stellen selbst Dinge her, ähnlich wie es schon im Mittelalter gemacht wurde.
Weil ich genau im richtigen Moment der richtigen Person begegnete (gibt es überhaupt so etwas wie Zufall ??) wurde mein Interesse, mich als Mitglied in dieser Gruppe zu melden, geweckt.
Ich traf mich 2008 zu der ersten Zusammenkunft der Gruppe. Ich wollte herausfinden, wie und mit welchem Handwerk ich in das Programm passen würde.
Ich entwarf eine Zeichnung auf antikem Papier, ähnlich wie Pergament.
Gemalt wurde die Burg Grimburg, das Wappen und der Namen „Grimburg“ in kalligrafischen Buchstaben, anfangend mit dem schön verzierten Anfangsbuchstaben „G“.
Die Idee hierfür habe ich mir entliehen von alten Manuskripten, die damals von Mönchen in ihren Klöstern bis ins kleinste Detail ausgearbeitet wurden.
Meine Idee und der Entwurf wurde sehr gerne angenommen und die Gruppe war froh, wieder einen neuen Workshop ins Programm aufnehmen zu können
Die Technik der traditionellen Farbe „Ei Tempera“ musste ich noch genau herausforschen und ausprobieren. Daneben gab es noch eine ganze Menge an vorbereitenden Arbeiten, damit die Kinder auch wirklich eine schöne Zeichnung herstellen konnten. Aber Ende Juli 2008 war es so weit: ich hatte meinen ersten Workshop.
Es war eine schöne Erfahrung mit insgesamt 60 Kindern, über 10 Gruppen verteilt.
Ich war schnell entspannt und gut in der Lage, meine Kunst und mein Wissen den Kindern zu übermitteln.
Die meisten waren ihren Job mit sehr viel Enthusiasmus.
Zum Glück hatte ich auch eine perfekte Assistentin, namens Jenny. Sie half mir wirklich sehr gut und wenn mein Deutsch mal nicht reichte, wusste sie sofort, was ich sagen wollte und brachte den Satz zu Ende. Jenny war mir in allem wirklich eine unendlich große Hilfe.
Wir haben uns sehr gut verstanden und freuen uns jetzt schon darauf, im nächsten Jahr wieder zusammen diesen Workshop zu machen.
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